Distlers Chorwerk „Totentanz“ wurde für den Ewigkeitssonntag des Jahres 1934 komponiert. Dem vierstimmig singenden Chor stehen mehrere Sprecher gegenüber. Zusätzliche Gliederung erfährt das Stück durch Einschübe von Variationen über das Lied „Es ist ein Schnitter“ für Flöte solo. Die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens wird hier vor Augen geführt und die Unabänderlichkeit des Sterbens. Der Dialog verschiedener Menschen unterschiedlicher Stände mit dem personifizierten Tod verbindet sich in einer auf dem Lübecker Totentanz basierenden Nachdichtung Johannes Klöckings mit Distlers besonderer Chormusik. Die vertonten Texte stammen aus dem „Cherubinischen Wandersmann“ von Angelus Silesius. Die einzelnen Verse sind musikalisch komprimiert und beeindrucken durch ihre luzide Durchsichtigkeit und Kürze - und deren rhythmische Eigenwilligkeit und harmonische Strenge sind bis heute Herausforderungen für jeden Chor, der sich dieses anspruchsvollen Chorwerkes annimmt. Dem Publikum dagegen bietet sich ein musikalisch eindrucksvolles Hörerlebnis.
Herzliche Einladung zum Konzert am Sonntag, den 12. April 2026 um 18 Uhr in der Kirche. Bach-Chor an St. Katharinen unter der Leitung von Katharinenkantor Arne Hatje.