Osnabrücker Club: 5000 Euro für die Friedensorgel

Die Stiftung des Osnabrücker Clubs unterstützt die Friedensorgel in St. Katharinen mit 5000 Euro: Ein Schritt auf dem Weg zur Finanzierung des 2-Millionen-Projekts.

Die Friedensorgel in St. Katharinen könnte Osnabrück zu einem Zentrum für zeitgenössische Orgelmusik machen: Das geplante Instrument bietet mit seinem „winddynamischen Werk“ die Möglichkeit, neue und ungewohnte Klänge zu erzeugen. In den 60er-Jahren haben Komponisten wie John Cage oder Georgy Ligeti händeringend darauf gewartet, sagt Arne Hatje, Organist in St. Katharinen. „Jetzt gibt es das Potenzial für Neues“, ergänzt er.

Eine Hürde in Höhe von 800000 Euro

Eine Hürde besteht indes noch, eine Hürde in Höhe von 800000 Euro: So viel muss der „Verein zur Errichtung der Friedensorgel und Förderung der Kirchenmusik an St. Katharinen e.V.“ noch sammeln, um den Orgelbauer Metzler aus Dietikon in der Schweiz endgültig zu beauftragen. Die gute Nachricht: Ein Viertel der Gesamtsumme von 2 Millionen Euro hat der Verein bereits gesammelt, sagt Hatje. Doch bestellen darf er erst, wenn die Finanzierung zu zwei Dritteln steht.

Die Stiftung des Osnabrücker Clubs trägt nun 5000 Euro bei. Der Stiftungsvorsitzende Fritz Brickwedde nennt dafür drei Gründe: Zum einen zollt die Stiftung dem bürgerschaftlichen Engagement Anerkennung, das mit dem Projekt verbunden sei. Zudem werde die Orgel 2018 fertigstellt, also 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs und 400 Jahre nach Ausbruch des 30-jährigen Kriegs –beide Ereignisse prägen das Profil der Friedensstadt Osnabrück. Und dann hofft Brickwedde auf den „Nachahmungseffekt“: Die Spende soll motivieren, es der Stiftung gleich zu tun.

Schirmherren und Netzwerker

Um diesen Effekt zu verstärken, hat der Verein Partner mit Strahlkraft gewonnen: Ex-Bundespräsident Christian Wulff und der evangelische Landesbischof Ralf Meister haben die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen, sagt Pastorin Andrea Kruckemeyer. Die ehemalige Polizeipräsidentin Heike Fischer stellt Pastor Otto Weymann schließlich als Netzwerkerin vor. Sie stellt ihre Verbindungen in den Dienst der inhaltlichen Ziele des Projekts: Die Friedensorgel als Medium für den „interreligiösen und interkulturellen Dialog“, sagt sie, biete die Chance, „über die Sprache der Musik ins Gespräch zu kommen“.

Ein Artikel von Ralf Döring. Mit freundlicher Genehmigung der NOZ.