Miles for Pipes – Eine Orgelpfeife reist um die Welt

Während der Olympischen Spiele der Antike brachen ölzweiggekrönte Läufer auf und kündigten den anderen griechischen Städten die Wettkämpfe und deren genauen Zeitpunkt an. Die Besonderheit dieser olympischen Nachricht war die Ausrufung des Olympischen Friedens (Ekecheiria).

Wir führen diesen olympischen Friedensgedanken fort und schicken eine Orgelpfeife als Symbol des Friedens auf die Reise. An dieser Stelle soll von der Reise unserer Pfeife berichtet werden und wir sind selbst sehr gespannt, welchen Weg unsere Botschaft des Friedens in der Welt nehmen wird. Wir hoffen, dass diese besondere Friedenspfeife am Ende ihrer Weltreise in unsere Gemeinde zurück kehrt um als Zeichen des Weltfriedens einen besonderen Platz in unserer Gemeinde zu erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Doe Orgelpfeife auf der drittgrößten Kanarischen Insel, auf Gran Canaria.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Friedenssymbol auf der einzigen Hochseeinsel Deutschlands, auf Helgoland.

Die Orgelpfeife unter Wasser an der Küste der Insel Koh Surin in der Andaman Sea vor Thailand. Das Bild wurde beim Schnorcheln mit den Moken, einem Seenomadenvolk, in ungefähr 7 Meter Tiefe aufgenommen.

Das Friedenssymbol am Kehlsteinhaus, das 1937 bis 1938 von der NSDAP als Repräsentationsgebäude  auf einer Bergkuppe oberhalb von Berchtesgaden erbaut wurde, es wird auch wegen seiner Lage „Eagle’s Nest“ genannt.

mfp1

Das Friedenssymbol an der Orgel in der evangelisch-lutherischen Weihnachtskirche in Bethlehem. Der Bau der Kirche begann 1886, finanziell unterstützt von Amerikanern deutscher Herkunft. Der Bau war 1891 vollendet, aber die Kirche konnte wegen einer fehlenden Genehmigung der Regierung in Istanbul, dem Sitz des Osmanischen Reiches ihre Arbeit nicht aufnehmen. 1893 besuchte Kaiserin Auguste Victoria Istanbul und erreichte, daß die notwendige Genehmigung erteilt wurde. Von 1893 bis 1993 im Dienst, wurde die in Deutschland gebaute Orgel von Februar bis Dezember 2000 in Amerika restauriert und modernisiert. Sehr zur Freude von Organist George Abu Dayyeh, der seit Jahrzehnten den Gemeindegesang in Evangelisch-Lutherischen Weihnachtskirche Bethlehem begleitet.

mfp2

Die Orgelpfeife vor der einzigartigen Bosch-Orgel in Santanyi / Mallorca. 2015 wurde die von Jordi Bosch im Jahre 1762 gebaute Orgel von der Europäischen Vereinigung historischer Orgeln (ECHO) in den Kreis der 10 bedeutendsten Orgeln Europas aufgenommen. Mit ihren 25 Reihen (Diskant) und 1104 Pfeifen ist sie ausserdem weltweit die größte ihrer Art und verfügt über einen einmaligen Klang.

mfp3

Ein Friedensgruß aus Florida: Die Everglades sind ein tropisches Marschland im Süden des US-Bundesstaates Florida. Ein Teil der Everglades ist als Everglades-Nationalpark geschützt und UNESCO-Welterbe.

mfp4

Die Orgelpfeife auf dem Vorabgletscher in Graubünden (Schweiz) auf 3008 m ü. NN. Die Außentemperatur lag bei ca. – 12°C (gefühlt – 18°C…)

mfp5

Das Friedenssymbol in Lissabon. Portugals Hauptstadt liegt auf sieben Hügeln errichtet an einer Bucht am nördlichen Ufer der Flussmündung des Tejos im äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste.

mfp6

Eine lange Reise der Orgelpfeife nach Afrika ist beendet. Das Foto entstand am 27.12.14 in Laribanga im Northern Distrikt vor der wunderschönen Moschee. Es ist die älteste Moschee in Westafrika aus dem Jahr 1421.

mfp7

Das Friedensymbol in Barcelona: Die Sagrada Família (vollständige katalanische Bezeichnung: Temple Expiatori de la Sagrada Família; deutsch Sühnekirche der Heiligen Familie) ist eine römisch-katholische Basilika in Barcelona. Der Bau der von Antoni Gaudí im neukatalanischen Stil entworfenen Kirche ist bis heute unvollendet. Sie wurde 1882 begonnen und soll nach jüngsten Prognosen 2026 abgeschlossen sein.

mfp8

Die Orgelpfeife ist in Südtirol: Die Seiser Alm (ital. Alpe di Siusi) ist mit 57 Kilometer die größte Hochalm Europas (1680 – 2350m). Das Wanderparadies liegt in den Südtiroler Dolomiten, rund 20 Kilometer nordöstlich von Bozen und oberhalb der bekannten Tourismus-Orte Seis am Schlern, Kastelruth und St. Ulrich in Gröden. Hier der Blick
auf die Langkofelgruppe.

mfp9

Ein Friedensgruß aus Spitzbergen: Der norwegische Polarforscher Amundsen bläst einen Friedenston für unsere Orgel! Das Denkmal ist aufgestellt in der Wissenschaftssiedlung Ny-Ålesund, der nördlichsten Siedlung der Erde, von der aus Amundsen 1926 zu seiner Reise über den Nordpol nach Alaska im Zeppelin „Norge“ aufbrach und dabei möglicherweise als erster den Nordpol erreichte.

mfp10

Berlin: das Friedenssymbol vor der evangelischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (umgangssprachlich kurz Gedächtniskirche und im Berliner Volksmund „Hohler Zahn“ genannt) auf dem Breitscheidplatz zwischen dem Kurfürstendamm, der Tauentzienstraße und der Budapester Straße im Berliner Ortsteil Charlottenburg.
Der nicht zerstörte alte Teil der Kirche ist heute ein Museum und Kriegsmahnmal und gilt als ein Wahrzeichen des Berliner Westens.

mfp11

Die Orgelpfeife in Oslo. Das klassizistische königliche Schloss zu Oslo befindet sich in Staatsbesitz und ist dem König von Norwegen zur Verfügung gestellt. Es liegt am Ende der Karl Johans Gate und ist von einem 22 Hektar großen Park umgeben. Das Schloss hat mehrere Funktionen zu erfüllen. Es dient als Residenz des Königs, als Ort der staatlichen Repräsentation, der Verwaltung der Monarchie und auch als vornehmstes Gästehaus des Landes.

mfp12

Das Friedenssymbol in der tunesischen Sahara bei der Oasenstadt Douz. Ali ist ein Beduine, der in der Wüste aufgewachsen ist und heute als Karawanenleiter den Touristen die Kultur der Beduinen näher bringt. Er sorgt mit seinen umfassenden Kenntnissen über das Leben in der Wüste dafür, dass man unbeschadet und mit vielen wunderschönen Einblicken in die Herzenswärme, Fürsorge und Musik der Beduinen durch die Wüste
kommt!

mfp13

Die Friedensorgelpfeife hat eine weitere sehr weite Reise hinter sich gebracht. Ein Erinnerungsfoto vom Ayers Rock grüßt alle Mitglieder und Föderer ganz herzlich. Der Uluṟu [uluɹu], auch Ayers Rock, ist ein Inselberg in der zentralaustralischen Wüste, der sich ca. 350 m über sein Umland erhebt. Auf Grund seiner spirituellen Relevanz für die Traumzeit-Erzählungen gilt er den lokalen Aborigines, den Anangu, als Heiliger Berg.

mfp14

Das Friedenssymbol am Grand Canyon, einer steilen, etwa 450 Kilometer langen Schlucht im Norden des US-Bundesstaats Arizona, die während Jahrmillionen vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben wurde. Der Canyon zählt zu den großen Naturwundern auf der Erde und wird jedes Jahr von rund fünf Millionen Menschen besucht.

mfp15

Die Orgelpfeife vor der Semperoper in Dresden. Der Neorenaissancebau stammt aus dem Jahre 1869. Gottfried Semper baute 1878 das Hoftheater um, im Februar 1945 brannte es im Rahmen der Dresdener Bombennacht total aus. Am 13. Februar 1985 wurde die Semperoper nach mustergültiger Rekonstruktion und Restauration wiedereröffnet.

mfp16

Das Friedenssymbol in Puschkin. 25 km südlich von St. Petersburg liegt die Sommerresidenz des Zaren, Zarskoje Selo. Hier ließ die Zarin Katharina I. 1717 den sog. „Katharinenpalast“ errichten, in dem 1770 das berühmte „Bernsteinzimmer“, ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I., seinen Platz fand.

mfp17

Die Orgelpfeife vor der Isaakskathedrale in St. Petersburg. Die Hauptkirche Russlands entstand in den Jahren 1818 – 1858. Sie ist mit ihren gigantischen Ausmaßen einer der größten sakralen Kuppelbauten der Welt. In den Jahren 1928 – 1990 war sie zum Museum umfunktioniert worden. Heute werden an hohen Feiertagen wieder Gottesdienste abgehalten.

mfp18

Die Orgelpfeife am Bodensee im Hafen von Konstanz vor der Imperia. Die Statue erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414–1418). Der wichtigste Punkt der Verhandlungen des Konzils war die causa unionis: das Abendländische Schisma sollte beendet und damit die Einheit der Kirche wiederhergestellt werden.

mfp19

Eine weitere Station auf der Friedensreise um die Welt ist die Region Kampanien in Süditalien. Der Ort San Giovanni a Piro ist eine italienische Gemeinde mit rund 3900 Einwohnern in der Provinz Salerno. Im Hintergrund eine Darstellung aus Majolika-Fliesen zur Erinnerung an die im 19. Jahrhundert stattfindende Revolution gegen die Bourbonen – geschaffen durch den Maler José Ortega, ein Schüler und Freund von Pablo Picasso.

mfp20

Die Orgelpfeife in San Diego im Südwesten von Kalifornien nahe der Grenze zu Mexiko. San Diego ist Sitz der Countyverwaltung des San Diego County. Wegen des angenehmen Klimas wird San Diego von seinen Bewohnern als „America’s Finest City“ bezeichnet.

mfp21

Das Friedenssymbol in Kroatien. Rovinj an der Westküste der Halbinsel Istrien am 01.07.2013: Kroatien wird Mitglied der EU und die Orgelpfeife
war dabei!

mfp22

Die Orgelpfeife vor der Arena di Verona! Vor 100 Jahren (1913) wurden die Opernfestspiele in Verona mit Verdis „Aida“ eröffnet. Verona ist außerdem beliebter Endpunkt einer Alpenüberquerung mit dem Fahrrad auf der alten Römerstraße „Via Claudia Augusta“.

mfp23

Die Orgelpfeife ist zurück in Italien in der Provinz Salerno: Die Kartause von Padula (ital. Certosa di Padula), auch Kartause von San Lorenzo in Padula (ital. Certosa di San Lorenzo di Padula) genannt, ist ein Kartäuser-Kloster in Kampanien in der Provinz Salerno. 1998 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

mfp24

Die Orgelpfeife im Korbschlitten auf Madeira! Was heute eine beliebte Touristengaudi ist, war im 19. Jahrhundert ein gängiges Verkehrsmittel, um vom hoch gelegenen Bergdorf Monte in die Hauptstadt Funchal zu gelangen. Die Korbschlittenlenker werden, ähnlich wie die Gondolieri in Venedig, in ihre traditionsreiche Zunft hineingeboren.

mfp25

Die Orgelpfeife zu Besuch beim „großen Meister“! – Vor der Thomaskirche in Leipzig steht seit 1908 das Denkmal Johann Sebastian Bachs. Bach hat von 1723 bis 1750 als Thomaskantor in Leipzig gewirkt, fand aber erst 1949 im Chorraum der Thomaskirche seine letzte Ruhestätte.

mfp26

Die Orgelpfeife in der Bundeshauptstadt vor dem Fernsehturm. Der Berliner Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und das vierthöchste freistehende Europas. Er war zudem im Fertigstellungsjahr 1969 der zweithöchste Fernsehturm der Welt.

mfp26a

Die Orgelpfeife auf dem Walk of Fame in Los Angeles. Der Gehweg erstreckt sich über 18 Häuserblöcke zu beiden Seiten des Hollywood Boulevard, von der Gower Street im Osten zur La Brea Avenue im Westen. Auf diesen Abschnitten sind derzeit 2.510 Sterne eingelassen, mit denen Prominente geehrt werden, die eine wichtige Rolle vor allem in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie spielten oder noch spielen.

mfp27

Das Friedessymbol im Wintersportort Davos. Das 1560 m hoch gelegene Davos ist Wintersportzentrum und Luftkurort zugleich. Der „Brücke“-Maler Ernst Ludwig Kirchner schuf hier einige seiner schönsten expressionistischen Werke und Thomas Mann wurde durch einen Sanatoriumsaufenthalt seiner Frau Katja zu seinem Roman „Der Zauberberg“ inspiriert.

mfp28

Die Orgelpfeife zu Besuch in Ulm! Mit 161,53 m hat das Ulmer Münster den höchsten Kirchturm der Welt. Durch die Predigten des Ulmer Reformators Konrad Sam und die nachfolgende Einführung des evangelisch-lutherischen Bekenntnisses im Jahre 1522 wurde das Ulmer Münster ein Gotteshaus der evangelischen Kirche. Es überstand die Bombardierungen der Stadt Ulm am Ende des Zweiten Weltkrieges weitgehend unbeschädigt.

mfp29

Das Friedenssymbol in Istanbul vor der Bosporus-Brücke. Die Brücke ist die ältere von zwei Brücken in Istanbul, die den Bosporus überspannen und so den europäischen mit dem asiatischen Teil der Stadt verbinden. Das Bild enstand aus Blickrichtung des Topkapi-Palastes.

mfp30

Die Orgelpfeife vor der Golden Gate Bridge, der Hängebrücke am Eingang zur Bucht von San Francisco am Golden Gate in Kalifornien. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt San Francisco, der gesamten Bay Area und für viele neben der Freiheitsstatue von New York ein Symbol für die Vereinigten Staaten. Das Bauwerk wurde 1937 eröffnet und hat bei Hochwasser eine lichte Durchfahrtshöhe von 67 Metern.

mfp31

Eine weitere Station auf der Friedensreise um die Welt ist das Schloss Schönbrunn in Wien. Schönbrunn ist das größte Schloss und eines der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturgüter Österreichs. Das Schloss und der etwa 160 ha große Park sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

mfp32

Die Orgelpfeife macht Halt in Vietnam – in Hội An (zu dt. etwa „ruhige Gemeinschaft“ oder „friedvoller Versammlungsort“) setzt die Orgelpfeife ein weiteres Friedenszeichen. Hội An ist eine Küstenstadt am Südchinesischen Meer in Zentralvietnam (Annam).

mfp33

Ein weihnachtlicher Friedensgruß aus der Himmelfahrtskirche im Münchner Stadtteil Pasing. Unsere Aktion „Miles for Pipes“ hat in der Gemeinde für viel Aufmerksamkeit gesorgt und wird auch im Gemeindeblatt der Himmelfahrtskirche vorgestellt.

mfp34

Die Orgelpfeife in der einwohnerstärksten Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen – vor dem Kölner Dom (offizieller Name „Hohe Domkirche St. Petrus“). Der Kölner Dom ist mit 157,38 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster das zweithöchste Kirchengebäude Europas sowie das dritthöchste der Welt.

mfp35

Ein Friedensgruß von den kanarischen Inseln: die Orgelpfeife auf Fuerteventura. Die älteste Insel der Kanaren wird jährlich von 1,7 Mio. Touristen besucht.

mfp36

Das Friedenssymbol im Nahen Osten. Vor dem mit 828 Meter höchstem Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa, präsentiert ein „local Emrati“ in Dubai die Orgelpfeife.

mfp37

Die Orgelpfeife macht Station in Prag. Die Prager Burg im Hintergrund ist das größte geschlossene Burgareal der Welt und dient als offizielle Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

mfp38

Auf der Reise passiert das Friedenssymbol den Gotthardpass. Als Gotthardachse wird die auch heute noch europäisch bedeutende Verkehrsachse bezeichnet, die in Nord–Süd-Richtung über das Gotthardmassiv oder unter ihm hindurch führt.

mfp39

Eine weitere Station der Orgelpfeife auf ihrer Friedensreise ist in Paris vor dem 324 m hohen Eiffelturm. Als höchstes Bauwerk von Paris prägt er das Stadtbild und gilt mit rund sieben Millionen Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Wahrzeichen der Welt.

mfp40

Schülerinnen und Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums mit der Friedenspfeife vor dem „Tower of London“. Auch wenn der Tower als Schauplatz manch blutrünstiger Ereignisse und mehrerer Hinrichtungen Berühmtheit erlangt hat, besteht die begründete Hoffnung, dass er in Gegenwart und Zukunft ausschließlich friedlich genutzt wird. „Wir freuen uns, wenn die Reise der Friedenspfeife einen Beitrag zum friedlichen Miteinander in der Welt leisten kann“, so die Schüler.

mfp41

Das Friedenssymbol vor dem Cristo Redentor auf dem Berg Corcovado in den Tijuca-Wäldern im Südteil der Stadt Rio de Janeiro.

mfp42

Musik im Zeichen des Friedens: Die Orgelpfeife begleitet den Bach-Chor zum Probenwochenende in die Landesmusikakademie Heek.

mfp43

Gelebter Frieden am Hartbeespoort in Südafrika. Der Stausee bewässert 160 Quadratkilometer Fläche in der sonst eher trockenen Umgebung und sichert damit die landwirtschaftliche Versorgung.

mfp44

Abendliche Stille und Frieden in der Natur bei Lenzen in Brandenburg.

mfp45

Die Orgelpfeife in 3255 m Höhe vor dem Vulkan Irazú in Costa Rica. Ein Zeichen im Streben nach Frieden: Dieses mittelamerikanische Land schaffte bereits 1948 seine Armee ab und investiert das Geld in die Bildung der Kinder!

mfp46

Die Orgelpfeife vor der historischen Altstadt der Hafen- und Hansestadt Danzig.

mfp47

Friedensgrüße vom Nordseestrand auf der schönen Ferieninsel Spiekeroog.

mfp48

Die erste Station: Sydney
Die erste Station auf der Reise unseres Friedenssymbols ist Sydney vor dem in 1973 eröffneten Sydney Opera House.

mfp49

Der Beginn einer langen und spannenden Reise um die Welt: Kantor Arne Hatje mit der Orgelpfeife, die als Friedenssymbol um die Welt reisen wird.

Historischer Orgelbau – eine Frage der Qualität

Wie kann es sein, dass es auf der einen Seite noch heute in manchen Kirchen Orgeln gibt, die seit Jahrhunderten ihren Dienst tun, und dabei teilweise kaum verändert, ihre Qualität bis heute unter Beweis stellen, während auf der anderen Seite weitaus jüngere Orgeln verändert oder gar abgebaut werden müssen, weil sie bestimmten Anforderungen oder dem Zeitgeschmack nicht mehr genügen? Das ist eine Frage, die man prinzipiell beantworten kann: In den vergangenen Zeiten waren die Orgeln oft den Kunstschätzen der Kirchen ebenbürtig, oder sollten es zumindest sein. Daher hat man die besten Orgelbauer und andere Künstler (wie etwa Kunstmaler, Schnitzer, Vergolder etc.) der jeweiligen Zeit verpflichtet, die aus den besten Materialien und mit größter Sorgfalt diese Instrumente bauten und schmückten. Diese Orgeln wurden zum Lobe Gottes gebaut, sie dienten Gott und der Gemeinde im Gottesdienst. Sie waren mit Sicherheit auch vielerorts Prestigeobjekt, bei deren Verwirklichung die Verantwortlichen oder auch Mäzene sich ein Denkmal errichteten, aus weltlichen Interessen vielleicht, oder aber um sich einen vermeintlich besseren Platz im Himmel zu sichern. Tatsache ist, dass diese hochwertigen Orgeln oft bis in unsere Tage überkommen sind.

Mancherorts gibt es wertvolle Instrumente von berühmten Orgelbauern, wie etwa von Arp Schnitger oder von Aristide Cavaille-Coll. Aber auch von vielen weniger bekannten Orgelbaumeistern existieren noch einige gut erhaltene Instrumente von hoher Qualität. Durch Kirchenvorstände, Pfarrer und Organisten, die allesamt Weitblick zeigten, und natürlich sachverständige Orgelbauer, haben diese Orgeln gute Pflege genossen und sind oftmals gegenüber den Begehrlichkeiten eines veränderten Musikgeschmacks erhalten worden. Manches Mal waren auch einfach nur mangelnde Finanzen der Grund, warum ein Instrument nicht durch eine Modernisierung „zerstört“ wurde.

Der Modernisierungswahn hat viele großartige Orgeln auf dem Gewissen. Die Orgelbauer jüngerer Zeiten waren meist überzeugt, es richtig zu machen und richteten damit teilweise nicht wieder zu behebende Schäden an. So wurden viele wertvolle Barockorgeln durch Umbau „romantisiert“ oder ganz zerstört, um ein romantisches Instrument zu errichten.

Aber auch die beiden Weltkriege forderten ihren Tribut: Pfeifen, besonders diejenigen, die im Prospekt und somit direkt zu sehen waren, mussten auf Grund des hohen Zinngehaltes des Materials für Rüstungszwecke abgegeben werden. Auch viele alte Glocken gingen diesen Weg. Die Zerstörung der Kirchen durch unmittelbare Kriegseinwirkungen tat ein Übriges. In den Zeiten des Wiederaufbaus waren Finanzen und Ressourcen knapp. Daher sind viele Neubauten aus der Nachkriegszeit mit sparsamen Materialien gebaut: Sperrholz, Plastik und Blech statt Massivholz und hochwertigem Orgelmetall; Papier, Schaumstoff  und Pappe statt Leder oder Filz etc.

Die in den 1920er Jahren einsetzende Orgelbewegung mit Rückbesinnung auf die alten Werte (von der romantischen Orchesterorgel nun wieder zurück zum Klangideal des Barock) hat ebenfalls Opfer hinterlassen: Nun wurden die romantischen Orgeln nach damals modernen Erkenntnissen „rehistorisiert“ oder zerstört und an ihre Stelle traten neobarocke Orgeln. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb man dem neobarocken Ideal weitgehend verpflichtet – dies auch aus finanziellen Gründen, da eine neobarocke Orgel preiswert zu bauen ist.

In St. Katharinen wurde im Jahre 1904 eine neue Orgel der Gebrüder Rohlfing errichtet. Der damalige Organist Rudolf Prenzler äußerte sich über dieses Instrument im Jahre 1909:

Herren Gebr. Rohlfing, Osnabrück.

Es ist mir eine Ehrenpflicht, hierdurch zu bestätigen, dass ich mit der, vor 4 Jahren von der Firma Gebr. Rohlfing für die St.Katharinenkirche, gelieferten grossen Orgel ganz ausserordentlich zufrieden bin. Der gesamte Mechanismus funktioniert (einschliesslich des von derselben Firma gelieferten Elektromotors) tadellos, überhaupt ist die ganze Orgel auf das sorgfältigste ausgeführt. Dieselbe stellt mit ihren 62 Registern ein Orgelwerk dar, das selbst den höchsten Anforderungen entspricht, die an eine moderne Konzertorgel gestellt werden können.“

Osnabrück, den 18.April 1909. gez. Rudolf Prenzler, Organist an St.Katharinen.

 

Das Instrument wurde damals folgendermaßen beschrieben:

Die Orgel zu St.Katharinen in Osnabrück hatte 62 Register. Dieselben verteilten sich auf 3 Manuale und Pedal, dazu kamen eine grosse Anzahl von Koppeln und technischen Hilfszügen, durch die sich die verschiedensten Klangwirkungen und Nüancierungen herstellen liessen, ohne das der Organist das Spiel unterbrechen musste. Der Wind wurde durch einen Magazinbalg erzeugt, welcher durch einen Elektromotor von 2½ PS angetrieben wurde. Der Motor wurde pneumatisch angelassen und von dem Balge selbsttätig reguliert. Die Windladen waren pneumatisch nach dem Kegellader-System, Spieltisch und Mechanik waren ebenfalls rein pneumatisch. Der Spieltisch hatte 76 weisse Registertasten mit ebensovielen schwarzen Auslösetasten und 152 Registerzüge für 2 frei einstellbare Kombinationen, dazu die unten benannten Hilfszüge, im ganzen 341 Register- und Hilfszüge. Die Verbindung zwischen Spieltisch und Windladen wurde durch verzinnte Hartbleirohre hergestellt, welche zusammen eine Länge von ca. 7500 m haben. In der Orgel waren 3522 tönende Pfeifen.